wiki:georg_ritter
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| ====== Georg Ritter ====== | ====== Georg Ritter ====== | ||
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| ===== Bester Drucker Deutschlands und das Drucken im industriellen Maßstab ===== | ===== Bester Drucker Deutschlands und das Drucken im industriellen Maßstab ===== | ||
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| Ludwig Molitor, //Georg Ritter, ein Lebensumriss// | Ludwig Molitor, //Georg Ritter, ein Lebensumriss// | ||
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| )). | )). | ||
| ===== Der Drucker Georg Ritter und sein Schwiegersohn Christian Dingler ===== | ===== Der Drucker Georg Ritter und sein Schwiegersohn Christian Dingler ===== | ||
| - | Durch die Heirat seiner Stieftochter Friederike Wilhelmine Dorothea Baur (*1810 Zweibrücken †1885 ebd.) mit [[wpde> | + | Durch die Heirat seiner Stieftochter Friederike Wilhelmine Dorothea Baur (*1810 Zweibrücken †1885 ebd.) mit [[wpde> |
| ===== Ritters Einfluss ===== | ===== Ritters Einfluss ===== | ||
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| Die lutherischen und reformierten Gemeinden der Pfalz vereinigen sich 1818 zu einer [[wpde> | Die lutherischen und reformierten Gemeinden der Pfalz vereinigen sich 1818 zu einer [[wpde> | ||
| - | Georg Ritter hat zum 11.08.1821 seine Druckerei in die Pfarrgasse (heute Ritterstrasse) verlegt, er erhält den Auftrag für das Gesangbuch und druckt es ab 1823. Die erste Auflage hat ca. 30000 Exemplare, bis 1857 entstehen insgesamt 11 Auflagen mit in Summe ca. 300000 Exemplaren. | + | Georg Ritter hat zum 11.08.1821 seine Druckerei in die Pfarrgasse (heute Ritterstrasse) verlegt, er erhält den Auftrag für das Gesangbuch und druckt es ab 1823. Die erste Auflage |
| ===== Drucken im industriellen Maßstab ===== | ===== Drucken im industriellen Maßstab ===== | ||
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| Ritter hat vor 1823 das [[wpde> | Ritter hat vor 1823 das [[wpde> | ||
| - | Stereotypieplatten | + | Stereotypie-Platten |
| ===== Die Optimierung des Druckens – die Druckerpressen ===== | ===== Die Optimierung des Druckens – die Druckerpressen ===== | ||
| - | Offenbar gab es noch Verbesserungspotential im Druckprozess. Über die zweite Auflage schreibt Molitor: "Die nächste Auflage geschah sodann auf den Stereotypplatten mit Stanhope Presse im doppelten Formate, …" [...] "… daß hiebei gleichzeitig auf sechs Pressen gearbeitet wurde: auf 4 eisernen, einer Holzpresse nach älterem System und einer Steindruck Presse." | + | Offenbar gab es noch Verbesserungspotential im Druckprozess. |
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| + | Über die zweite Auflage schreibt Molitor: "Die nächste Auflage geschah sodann auf den Stereotypplatten mit Stanhope Presse im doppelten Formate, …" [...] "… daß hiebei gleichzeitig auf sechs Pressen gearbeitet wurde: auf 4 eisernen, einer Holzpresse nach älterem System und einer Steindruck Presse." | ||
| Ludwig Molitor, //Georg Ritter, ein Lebensumriss// | Ludwig Molitor, //Georg Ritter, ein Lebensumriss// | ||
| )) Die Stanhope Presse erlaubt es bei verringerter Kraftanstrengung des Druckers das doppelte Format zu drucken und der Verschub des Karrens um eine halbe Seitenbreite, | )) Die Stanhope Presse erlaubt es bei verringerter Kraftanstrengung des Druckers das doppelte Format zu drucken und der Verschub des Karrens um eine halbe Seitenbreite, | ||
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| )). | )). | ||
| - | Im April 1829 betreibt Ritter 7 Druckerpressen, | + | Im April 1829 betreibt |
| Christian Carl André, //Hesperus, encyclopädische Zeitschrift für gebildete Leser// (Cotta, 1829), Heft 112 | Christian Carl André, //Hesperus, encyclopädische Zeitschrift für gebildete Leser// (Cotta, 1829), Heft 112 | ||
| )). Bei den Pressen handelt es sich offenbar um die ersten, die von Dingler gebaut wurden. Sie dürften in ihrem Erscheinungsbild der [[wiki: | )). Bei den Pressen handelt es sich offenbar um die ersten, die von Dingler gebaut wurden. Sie dürften in ihrem Erscheinungsbild der [[wiki: | ||
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| Vermutlich im Wesentlichen angeregt durch Ritter baut Dingler nacheinander verschiedene Pressentypen (Stanhope, Columbia, Cogger, …), indem er bestehende Konstruktionen adaptiert und verbessert, immer auf der Suche nach dem „perfekten Mechanismus“, | Vermutlich im Wesentlichen angeregt durch Ritter baut Dingler nacheinander verschiedene Pressentypen (Stanhope, Columbia, Cogger, …), indem er bestehende Konstruktionen adaptiert und verbessert, immer auf der Suche nach dem „perfekten Mechanismus“, | ||
| - | Die Rahmen werden zerlegt geliefert und vom Drucker vor Ort aus den standardisierten Einzelteilen zusammengebaut. Das reduziert die Aufwendungen für den Transport und Dingler konnte damit die Größe der Fertigungslose (Zusammenfassung mehrerer Gleichteile pro Los) zur Optimierung der Produktion nutzen. Es liegt nahe, dass er sich bei diesen Gedanken im Prinzip der Methode der Losgrößenoptimierung Ritters (in diesem Fall ein Aufsplitten einer Auflage in Fertigungslose) bediente, ob bewusst oder unbewusst bleibt wohl immer ein Geheimnis. | + | Die Pressen mit den Rahmen werden zerlegt geliefert und vom Drucker vor Ort aus den standardisierten Einzelteilen zusammengebaut. Das reduziert die Aufwendungen für den Transport und Dingler konnte damit die Größe der Fertigungslose (Zusammenfassung mehrerer Gleichteile pro Los) zur Optimierung der Produktion nutzen. Es liegt nahe, dass er sich bei diesen Gedanken im Prinzip der Methode der Losgrößenoptimierung Ritters (in diesem Fall ein Aufsplitten einer Auflage in Fertigungslose) bediente, ob bewusst oder unbewusst, bleibt wohl immer ein Geheimnis. |
wiki/georg_ritter.1757450415.txt.gz · Zuletzt geändert: 2025/09/09 22:40 von klausm